Barrierefreier Text: Einstellung und Haltung
Übersicht
Zu sehen sind verschiedene Folien mit Informationen zur Einstellung und Haltung von Lernbegleitenden
Lernreise
Begeben Sie sich gemeinsam mit den Teilnehmenden auf Lernreise.
Als Lernbegleitung geben Sie dem Lernen eine Struktur und klären Fragen und Probleme im digitalen Bereich. Sie schaffen Lernangebote und orientieren sich dabei an den individuellen Bedürfnissen der Lernenden.
Gleichzeitig sind Sie zeitweise selbst in der Rolle der Lernenden, wenn Sie z. B. für die Beantwortung einer Frage erst Informationen einholen müssen. Auf der Lernreise können Lernende und Begleitende beiderseits Erfahrungen und Interessen einbringen, die sie gegenseitig bereichern. Seien Sie deshalb sensibel für die Bedarfe der Lernenden und geduldig bei der Lernbegleitung.
Eigene Lösungen entdecken
Unterstützen und ermutigen Sie die Teilnehmenden, eigene Lösungen zu entdecken.
Die Lernenden übernehmen mehr und mehr Verantwortung im Erkunden der digitalen Welt. Übertragen Sie Eigenverantwortung auf die Lernenden und ermutigen Sie diese dazu, eigene Wege und Zugangsweisen zu finden und sich auszuprobieren.
Die Lernenden sollen mitentscheiden können, wie und welche Lösungen gefunden werden.
Positives Menschen- und Altersbild
Ein positives Menschen- und Altersbild wirkt sich positiv auf die Lernerfolge aus.
Denken Sie vor Beginn Ihrer Tätigkeit einmal über ihr persönliches Altersbild nach. Das ist sinnvoll, um zu reflektieren, was „alt“ oder „alt sein“ für Sie selbst bedeutet. Denn in Ihrer Arbeit als Lernbegleitende geht es darum, die Lernenden einerseits zu sehen, wie sie sind, und andererseits einzuschätzen, welche Motivation und Potenziale ausgeschöpft werden können. Ziel ist es, allen Lernenden die Möglichkeit zu geben, ihrem Alter entsprechend digitale Kompetenzen zu erlernen.
Begegnung auf Augenhöhe
Begegnung auf Augenhöhe mit allen am Lernprozess Beteiligten.
In der Lernbegleitung ist es wichtig, sich gegenseitig ernst zu nehmen, zu stärken und zuzuhören. Lernende sollen für ihre digitalen Anliegen Raum bekommen. Stehen Sie offen zu Ihren eigenen Wissenslücken; sie können eine Bereicherung für den Lernprozess sein, wenn die Lernenden sehen, dass auch Sie nicht alles wissen (z. B.: „Hier in der Lernbegleitung hat jede digitale Frage ihren Platz. Ich weiß nicht auf jede Frage eine Antwort, aber gemeinsam finden wir eine Lösung.“).
Wertschätzung im Lernprozess
Wertschätzung bedeutet, den Wert des Gegenübers zu erkennen. Dies können Sie in Gedanken, durch Sprache oder Verhaltensweisen zum Ausdruck bringen (z. B.: „Ich freue mich, dass Sie da sind.“). Dadurch schaffen Sie ein positives Lernklima und ermutigen die Lernenden, bei Bedarf eine Lernbegleitung einzufordern. Das wiederum hat positive Auswirkungen auf die soziale Teilhabe der Lernenden.
Anerkennung und Kommunikation von Lernerfolgen
Insbesondere bei technikunerfahreneren Seniorinnen und Senioren wirkt es sich positiv auf die Lernmotivation aus, wenn Sie die Erfolge des Lernens sichtbar machen und benennen. Es geht nicht darum, übertrieben oder jedes Detail zu loben, sondern echte Lernerfolge authentisch zu würdigen (z. B.: „Das war eine sehr schwierige Frage, auch für mich. Aber Sie sind drangeblieben, bis alle Probleme gelöst waren. Das finde ich toll.“).