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  • Online- Kommunikation und Chats

    • Die digitale Welt ist voller Möglichkeiten zur Kommunikation, sei es in Online-Spielen, auf Social Media oder über Chats. Dabei können Kinder und Jugendliche sowohl positive als auch negative Erfahrungen machen. Ein wachsendes Problem ist der Hass in Online-Chats, der durch die Anonymität des Internets gefördert wird. Täter fühlen sich sicher und müssen selten Konsequenzen fürchten. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern aufmerksam bleiben und den Dialog mit ihren Kindern suchen.

      Warum ist Aufmerksamkeit wichtig?

      Online-Hass kann bei Betroffenen Stress, Angst, Unwohlsein und sogar Depressionen auslösen. Besonders Kinder und Jugendliche sind gefährdet, da solche Erfahrungen ihr Selbstwertgefühl und ihre schulischen Leistungen negativ beeinflussen können. Langfristige Auswirkungen reichen von sozialem Rückzug bis hin zu schwerwiegenden psychologischen Erkrankungen.

      Elterntipp: Fragen Sie regelmäßig nach den Online-Erlebnissen Ihres Kindes und hören Sie aufmerksam zu. Ein offenes Gesprächsklima hilft, problematische Erfahrungen frühzeitig zu erkennen und zu besprechen.

      Schutz durch technische Einstellungen

      Viele Spiele und Plattformen bieten Sicherheitsfunktionen, mit denen Eltern die Kommunikation einschränken oder kontrollieren können. Diese helfen dabei, unangemessene Interaktionen und Inhalte zu vermeiden. Hier eine Übersicht wichtiger Funktionen:

      • Roblox: In den Datenschutzeinstellungen lassen sich Chats deaktivieren oder einschränken. Eltern können festlegen, wer mit dem Kind spielen und kommunizieren darf.

        • Anleitung: Nach dem Einloggen über "Einstellungen" -> "Datenschutz" -> "Konto-Einschränkungen aktivieren".

      • Fortnite (Epic Games): Eltern können reifen Sprachgebrauch filtern und eine PIN für Freundschaftsanfragen festlegen.

        • Anleitung: Im Epic Games Konto unter "Einstellungen" -> "Elternkontrollen" die gewünschten Anpassungen vornehmen.

      • Minecraft: Kommunikation über Sprache, Text oder Spieleinladungen lässt sich über das Microsoft- oder Xbox Live-Konto steuern. Nachrichten bestimmter Spieler können ausgeblendet und gemeldet werden.

        • Anleitung: Im Microsoft-Konto die Kommunikations- und Datenschutzeinstellungen überprüfen und anpassen.

      • Nintendo Switch: Mit der "Nintendo Switch Elternkontroll-App" können Eltern die Kommunikation einschränken, Spielzeiten festlegen und Altersbeschränkungen setzen.

        • Anleitung: Die App mit dem Nintendo-Konto und der Konsole verknüpfen und die gewünschten Einstellungen vornehmen.


      Weitere Schutzmaßnahmen und Tipps

      • Offene Gespräche: Erklären Sie Ihrem Kind, dass es bei unangenehmen Erlebnissen jederzeit zu Ihnen kommen kann.

      • Gemeinsames Spielen: Spielen Sie gelegentlich gemeinsam, um die Spielewelt Ihres Kindes besser zu verstehen.

      • Beratung nutzen: Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen und Schutzfunktionen auf Plattformen wie "Medien Kindersicher".

      • Grenzen setzen: Vereinbaren Sie gemeinsam klare Regeln für die Online-Zeit und den Umgang mit Fremden im Netz.

      Indem Sie diese Maßnahmen nutzen und im ständigen Austausch mit Ihrem Kind bleiben, können Sie einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Online-Erfahrungen sicherer und angenehmer zu gestalten.

      Mehr zum Thema

      "Die Spur" hat eine investigative Reportage zum Thema Roblox gedreht und dafür unter anderem bei uns in der ComputerSpielSchule gedreht:

      ZDF-Doku „Die Spur“ in der ComputerSpielSchule
      Reportage über die Gefahren von Roblox